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Storniert oder verschoben
In unserer Serie über aktuelle Spa- und Wellnessprojekte beleuchten wir dieses Mal den deutschen Markt, der von die Wirtschaftskrise nicht verschont blieb.

Das Budersand Hotel ? Golf & Spa ? Sylt besteht aus dem Budersand Hotel, dem Golfclub Budersand Sylt und dem Restaurant Strönholt.

Am 28. 5. 2009 eröffnete das neuste Resort von Hapimag in Hörnum/Sylt seine Tore.

Die neue Fünfsterne-Herberge der Bundesstadt setzt innovative Maßstäbe für das Rheinland.
?Viele Projekte wurden storniert oder verschoben?, erzählt Hildegard Dorn-Petersen von hotel consult - Unternehmensberatung für mittelständische Hotellerie, Gastronomie und Tourismus ? im Gespräch mit SpaWorld Business. Das Ende des Booms ist deswegen jedoch noch nicht eingetreten. ?Gegenüber Österreich, wo der Zenit erreicht ist, gibt es in Deutschland durchaus noch Regionen mit Potential, z.B. NRW oder die Mitte Deutschlands. In der Wellnesshotellerie kam die Krise in Österreich früher an als in Deutschland, aber auch jetzt ist sie da: zum einen sind die Gäste beim Zubuchen von Anwendungen zurückhaltender, oder sie verzichten ganz auf einen Wellness-Kurzurlaub?, so Dorn-Petersen.
Ein Gutes hat die vielbeschworene Krise jedoch aus Sicht von Dorn-Petersen: ?Viele Dinge wurden und werden auf den Prüfstand gestellt. Und das ist wichtig und richtig, insbesondere in der Spa- und Wellness-Branche. Denn es ist eine Sache, reichlich Gäste zu einem Spa-Besuch zu motivieren. Ein Spa richtig profitabel zu führen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Neben allen internationalen Trend, ist dies aber der Trend der Zukunft: das Profit-Center Spa?. Ob Männer- oder Medical Wellness, ob Lomi-Lomi oder Double-Treatment, das alles sind gute Marketing-Tools. Jeder Gastgeber kann abwägen und frei entscheiden: Passt dies wirklich zu meinem Haus, zu meiner Klientele? ?Geht es aber um die Wirtschaftlichkeit, sind keine Kompromisse möglich. Dies sollten sich Hoteleigentümer, -betreiber und Spa-Manager gleichermaßen bewusst werden. Dabei ist es wichtig, die eigene Dienstleistung, vor allem aber auch die betrieblichen Kennzahlen an den Besten wie auch an denen der Mitbewerber zu messen?, fasst die Expertin im Interview mit SpaWorld Business zusammen.
Viele zäumen das Pferd falsch auf, verzichten auf professionelle Beratung und auf Konzepterstellung. Das Konzept orientiert sich an den Zielgruppen, die man ansprechen möchte (und die voraussichtlich das Produkt auch kaufen wollen, manche Hoteliers vergessen das) und ist die Grundlage für die Planung. ?Mit der richtigen Raumplanung wird über den künftigen Erfolg entschieden. Läuft das Spa, ist es eindeutig die Qualität der Dienstleitung und der Mitarbeiter, die entscheidet ? gerade heute. Es gibt immer noch genug Gäste, die in der Lage und bereit sind, für gute Spa-Leistungen zu bezahlen. Doch sie sind kritischer geworden, stellen Fragen zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit und zum Preis-/Leistungsverhältnis?, so Dorn-Petersen abschließend.
Überblick Spa- und Wellnessprojekte in der Realisierung bzw. bzw. kürzlich eröffnet
Größere Spa- und Wellnessprojekte bereits in der Realisierung:
Steigenberger eröffnet auf der Ostseeinsel Usedom ? Eröffnung Herbst 2010
Steigenberger eröffnet 2010 auf der Ostseeinsel Usedom im Seebad Heringsdorf das Steigenberger Hotel Kaiserbad. Das Hotel direkt an der Strandpromenade wird über 150 Zimmer und Suiten, 40 Residenzen und einen 2.000 qm großen Wellnessbereich verfügen. Investoren und Projektentwickler sind die Meermann-Chamartin-Gruppe aus Berlin sowie die ID&C - International Development & Consulting aus Kassel.
Ein Highlight des Steigenberger Hotel Kaiserbad wird der über 2.000 qm große Steigenberger Spa Luxury, ein exklusiver Wellnessbereich. Mit Innen- und Außenpool, 400 qm Saunalandschaft sowie Fitness-, Beauty- und Massageeinrichtungen erfüllt er alle Anforderungen an ein modernes, hochklassiges Wellnesskonzept. Tagungsgäste können zwischen vier flexibel kombinierbaren Konferenzräumen wählen, die zu einem Saal von 240 qm ausgeweitet werden können.
Die Eröffnung ist für den Herbst 2010 geplant. Betrieben wird das Hotel durch die Steigenberger Hotels AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Investoren und Projektentwickler sind die Meermann-Chamartin-Gruppe aus Berlin sowie die ID&C International Development & Consulting aus Kassel, die 50 Mio. Euro in das Hotelprojekt investieren.
A-ROSA Resort auf Sylt ? Eröffnung April 2010
Es ist eines der ehrgeizigsten Hotelprojekte auf Sylt: Das Grand SPA Resorts A-ROSA Sylt wird seinen Gästen von der Gastronomie über den Spa-Bereich bis hin zu Tagungen außergewöhnliche Erlebnisse in den Sylter Dünen mit Blick auf die Nordsee ermöglichen. Die offizielle Eröffnung des neuen Finest Hideaway Resorts soll im April 2010 gefeiert werden. Das Resort gilt als Weiterentwicklung der bereits erfolgreichen Häuser in Travemünde, am Scharmützelsee und in Kitzbühel. In den Dünen von List entsteht das Resort im Stil der klassischen Bäderarchitektur in einem Dünenstreifen, der nach Süden an die Promenade und das Wattenmeer angrenzt. Als erstes und einziges Resort auf Sylt wird es seinen Gästen einen Außen- und Innenpool mit Meerwasser aus der Nordsee anbieten. Dazu wird eigens eine 300 Meter lange Meerwasserpipeline gelegt, die auch die Anwendung der original Thalasso-Therapie ermöglicht. Der insgesamt 3.500 Quadratmeter große Spa-Bereich mit großzügigem Sonnengarten befindet sich auf zwei Ebenen und bietet einen freien Blick auf das Meer. Neben acht verschiedenen Themensaunen wird es auch 18 Behandlungsräume für exklusive Anwendungen, eine Private Spa-Suite, einen Cardio- und Gerätebereich, Yoga- und Pilatesräume sowie Ruheräume mit einem Außenbereich und Kamin geben.
Insgesamt stehen den Gästen 177 exklusiv eingerichtete Zimmer, darunter über 30 Suiten mit bis zu 80 Quadratmetern, größtenteils mit Blick über die Nordsee, zur Verfügung. Drei à-la-carte Restaurants mit japanischer, italienischer, regionaler Küche sowie eine Weinbar mit 300 ausgesuchten Weinen und eine Lounge und Bar vor einem offenen Kamin runden die Vielfalt des neuen Resorts ab.
Bonn: Kameha Grand Bonn öffnet im Herbst
Die neue Fünfsterne-Herberge der Bundesstadt setzt innovative Maßstäbe für das Rheinland. Im ?Bonner Bogen?, auf der ?Schäl Sick? Bonns, realisieren ?Bonn Visio? und die ?Luxury Hospitality & Entertainment Group (LH&E Group)? ein ehrgeiziges Hotel-Projekt. 254 Zimmer, darunter 62 Suiten, mehrere gastronomischen Highlights sowie ausgedehnte Wellness- und Fitness-Facilities. ?Es wird ein luxuriöser Hotel-Diamant, der Bonn schmücken soll. Ein Business-Hotel mit dem Stil, der Intimität und Exklusivität eines exklusiven Grand Hotel,? verspricht Carsten Rath, President und CEO der LH&E, einer Gesellschaft mit Sitz im schweizerischen Steuerparadies Zug.
Größere Spa- und Wellnessprojekte kürzlich eröffnet:
Hotel Budersand ? eröffnet
Das Budersand Hotel ? Golf & Spa ? Sylt besteht aus dem Budersand Hotel, dem Golfclub Budersand Sylt und dem Restaurant Strönholt. Das Hotel, ein von hoher Exklusivität geprägtes, privat geführtes Haus, bietet 8 Einzelzimmer, 10 Standard-Doppelzimmer, 38 Deluxe-Doppelzimmer, 17 Junior-Suiten und sechs Suiten. Der 18-Loch-Golfplatz mit seinem 6000 Meter langen Par-72-Kurs ist ein echter Links Course nach schottischem Vorbild, der sich naturnah in die Landschaft einfügt und freien Blick auf das Meer und die Nachbarinseln Amrum und Föhr bietet. Er wurde 2009 mit dem GOLFmagazin Award für den ?Besten neuen Golfplatz Deutschlands? ausgezeichnet. Das Restaurant Strönholt kombiniert leichte, frische Bistroküche mit erstklassigem Service und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Golfanlage.
?Etwa 50 Millionen Euro hat die Unternehmerin und Wella-Erbin Claudia Ebert in die Umgestaltung des 74 Hektar großen einstigen Kasernengeländes investiert. Und sich dafür wahre Könner ins Boot geholt. Den Hamburger Innenarchitekten Jan Wichers zum Beispiel. Er hat das Draußen nach drinnen geholt, ausschließlich helle und natürliche Materialien wie Holz, Rochenleder und Leinen verwandt. Er hat nichts, aber auch gar nichts mit Tinnef und Kinkerlitzchen versehen?, heißt es in einem Artikel in ?Der Zeit? vom 16. Juli 2009.
Hapimag in Hörnum/Sylt ? eröffnet am 28. 5. 2009
Am 28. 5. 2009 eröffnete das neuste Resort von Hapimag in Hörnum/Sylt seine Tore. Von Generalplaner Daniel Richter und der erfolgreichen Schweizer Architektin Pia Schmid geplant, ist mit dem neuen Resort in weniger als zwei Jahren Bauzeit ein zukunftsweisendes Projekt realisiert worden. Entstanden sind fünf Dünenhäuser, eine Spa-Anlage und ein Haupthaus. Sie fügen sich in Form und Farbe optimal in das Umfeld der Nordseeinsel ein und ermöglichen den Gästen einen naturnahen Wellness-Aufenthalt.
Flexible Wohnraumgestaltung
Die fünf Dünenhäuser mit gesamthaft über 151 Apartments bieten viel Komfort und ein innovatives Wohnungskonzept: Die einzelnen Ein- und Zweiraum-Apartments können in Kombination zu Dreiraum-Apartments umfunktioniert werden. "Diese Flexibilität der Wohnraumgestaltung in Kombination mit einer Architektur, die perfekt auf die Umgebung abgestimmt ist und den Gästen viel Spielraum für ihre Aufenthaltsgestaltung bietet, ist der Weg, den Hapimag auch bei zukünftigen Projekten verfolgen wird", erläutert Kurt Scholl, CEO Hapimag, das Konzept der neuen Adresse in Hörnum.
Verantwortlich für die Planung des Resorts waren die Schweizer Architektin Pia Schmid sowie der Generalplaner Daniel Richter. Seit der Grundsteinlegung im April 2007 ist in nur 22 Monaten Bauzeit das Resort entstanden - ein Resort, das von den lokalen Behörden stets tatkräftig unterstützt worden ist und dessen Kubatur sich heute in Farb- und Formgebung optimal in die Umgebung einfügt. Durch großzügige Glasfronten und Balkone wird in Hörnum die Natur aus dem Inneren der Gebäude heraus erlebbar.
SPA WORLD Business, Ausgabe 4/2009
